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Medizinisches Versorgungszemtrum Dres. Raulin und Kollegen

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Foto von der klassischen Dermatologie

FAQ

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Wie merke ich eigentlich, dass ich an Krampfadern leide?

Das Krampfaderleiden besteht aus zwei Komponenten - einer sichtbaren und einer unsichtbaren. Sichtbare Zeichen sind im Anfangsstadium Besenreiser, dann verdickte, hervortretende oberflächliche Venen und schließlich Farbveränderungen der Haut an den Unterschenkeln. Zum anderen gibt es die unsichtbaren, aber fühlbaren Symptome, wie schwere Beine, unspezifische Beinschmerzen, Krämpfe oder Überwärmungsgefühle.

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Häufig hört man, Krampfadern sind lediglich von kosmetischer Bedeutung, stimmt das?

Mit Nichten. Krampfadern können neben den o.g. Beschwerden auch zu einem lebensbedrohlichen Risiko werden. In den nicht mehr funktionierenden Venen können sich Thrombosen bilden, die zu einer Lungenembolie führen können. Darüber hinaus stellt die venöse Insuffizienz den häufigsten Grund für ein Unterschenkel-Ulkus, das sog. offene Bein dar.

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Wie behandelt man Krampfadern am Schonendsten?

Am Schonendsten ist momentan die Behandlung der Krampfadern durch Radiofrequenzverschluss. D.h. die vorgeschädigte Vene wird von innen mittels eines Katheters durch Hitze gezielt verschlossen. Dieses Verfahren unterscheidet sich gravierend von herkömmlichen Operationen. So werden keine Skalpellschnitte benötigt. Die zu behandelnde Vene wird lediglich, wie bei einer Blutentnahme, anpunktiert. Unter Ultraschallkontrolle wird die Vene lokal betäubt (keine Voll- oder Rückenmarksnarkose) und anschließend der kleine Radiofrequenzkatheter, der die Vene schonend erhitzt, eingeführt. Innerhalb einiger Minuten wird der Katheter unter Freisetzung von Wärmeenergie gezielt und kontrolliert zurückgezogen. Zum Abschluss bekommt der Patient einen Druckverband angelegt und muss eine halbe Stunde spazieren gehen.

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Der Radiofrequenzverschluss klingt ja sehr einfach. Wie geht es aber dann für den Patienten weiter?

 Der Eingriff dauert ca. 60 bis 90 Minuten. So verbringt der Patient insgesamt ca. 2 Stunden bei uns, bis er wieder nach Hause gehen kann. Im Anschluss muss der Patient für 7 Tage einen Kompressionsstrumpf tragen. Ein stationärer Krankenhausaufenthalt ist nicht mehr nötig. 

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Können bei dem Radiofrequenzverschluss-Verfahren denn auch Nebenwirkungen auftreten?

 Die Nebenwirkungen sind im Vergleich zu klassischen Operationen minimal. So können leichte Schmerzen und kleine Blutergüsse auftreten. Auffällige und unschöne Narben können nicht entstehen. Meistens wird der Eingriff so gut vertragen, dass man bereits am nächsten Tag seiner gewohnten Alltagstätigkeit nachgehen kann. 

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Was ist „oberflächlicher venöser Reflux“?

 Ein oberflächlicher venöser Reflux (Rückfluss) entsteht, wenn die Venenklappen, die normalerweise den Blutfluss aus den Beinen zum Herzen unterstützen, geschädigt oder erkrankt sind. Dies führt zu einer Ansammlung von "zu viel" in den Beinen. Häufige Symptome von venösem Reflux sind Schmerzen, Schwellungen, Schweregefühl und Müdigkeit sowie sichtbare Krampfadern in den Beinen. 

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Was genau ist das Radiowellen-Verfahren?

Bei der Radiowellentherapie handelt es sich um eine minimal invasive chirurgische Behandlung des oberflächlichen venösen Refluxes. In die betroffene Vene wird durch einen kleinen Einstich ein dünner Katheter eingeführt. Der Katheter überträgt Radiofrequenzenergie auf die Venenwand, was zu deren selektiver Erhitzung und zum dauerhaften sicheren Verschluss führt.

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Wie wird ein oberflächlicher venöser Reflux mit dem Verfahren der Radiowellentherapie behandelt?

Da die Venenklappen nicht „repariert“ werden können, kann der Blutfluss nur durch gesunde Venen umgeleitet werden. Ursprünglich wurde dies durch das chirurgische Entfernen (Stripping) der Beschwerden verursachenden Vene bewirkt. Die Radiowellentherapie bietet dem gegenüber eine minimal eingreifende Alternative, indem die Problem-Vene effektiv verschlossen wird. Sobald die erkrankte Vene ausgeschaltet ist, übernehmen gesunde Venen problemlos deren Funktion und sorgen für den normalen Abfluss des Blutes aus den Beinen.

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Wie unterscheidet sich die Radiowellentherapie vom Venenstripping?

Bei der Stripping-Operation macht der Chirurg einen Schnitt in der Leistengegend und unterbindet die Vene. Anschließend wird eine Stripping-Sonde durch die Rosenvene gefädelt, um die Vene durch einen zweiten Schnitt knapp oberhalb der Wade herauszuziehen.

Bei der Radiowellentherapie muss kein Schnitt in der Leistengegend vorgenommen werden. Die Vene bleibt an Ort und Stelle und wird mit einem speziellen Katheter (Closure-Katheter) verödet, der durch eine kleine Punktion eingeführt wird. Auf diese Weise können Blutergüsse und Schmerzen, die oft mit einem Venen-Stripping einhergehen, vermieden werden (d. h., Komplikationen, die durch Abreißen der großen venösen Seitenäste beim Herausziehen der Rosenvene verursacht werden). Ein Venen-Stripping erfolgt in der Regel unter Vollnarkose, während das Closure-Verfahren ambulant und meist nur mit örtlicher Betäubung durchgeführt wird.

Drei randomisierte Studien, die die Radiowellentherapie mittels Closure-Verfahren dem Venenstripping gegenüberstellen, darunter auch ein aktuelle multizentrische Vergleichsstudie, zeigen weitgehend vergleichbare Ergebnisse. In der multizentrischen Vergleichsstudie war das Closure-Verfahren dem Stripping in jeder Hinsicht statistisch signifikant überlegen. Die Studie belegte, dass 80,5 % der mit dem Closure-Verfahren behandelten Patienten gegenüber 46,9 % der Stripping-Patienten innerhalb eines Tages ihre normalen Aktivitäten wieder aufnehmen konnten. Auch kehrten Closure-Patienten 7,7 Tage früher an den Arbeitsplatz zurück als operativ behandelte Patienten. Mit dem Closure-Verfahren behandelte Patienten hatten im Allgemeinen weniger postoperative Schmerzen, Blutergüsse, kürzere Genesungszeiten und insgesamt weniger unerwünschte Ereignisse.

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Wie lange dauert die Radiowellentherapie?

Die Radiowellentherapie dauert durchschnittlich 45–60 Minuten. Mit Untersuchungen vor und nach der Behandlung bleibt ein Patient ca. 2–3 Stunden bei uns.

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Ist die Radiowellentherapie schmerzhaft?

Die Patienten berichten bei dem Verfahren über geringe bis gar keine Schmerzen. Der behandelnde Operateur aus unserem Team wird Ihnen zur Betäubung des Behandlungsbereichs ein örtliches Betäubungsmittel verabreichen.

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Ist eine Narkose bei diesem Verfahren erforderlich?

Nein, die Radiowellentherapie wird nur unter lokaler Betäubung durchgeführt.

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Wie schnell kann ich nach der Behandlung wieder normale Aktivitäten aufnehmen?

Viele Patienten können ihre normalen Aktivitäten sofort wieder aufnehmen. Wir empfehlen, im Anschluss an die Behandlung einige Wochen lang regelmäßig spazieren zu gehen und anstrengende Tätigkeiten (z. B. schweres Heben) oder längeres Stehen zu vermeiden.

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Wie schnell nach der Behandlung werden meine Symptome gelindert?

Die meisten Patienten stellen eine deutliche Verbesserung ihrer Symptome innerhalb von 1 bis 2 Wochen nach dem Eingriff fest.

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Ist nach der Radiowellentherapie mit Narben, Blutergüssen oder Schwellungen zu rechnen?

Patientenberichten und unseren Erfahrungen zufolge treten im Anschluss an die Radiowellentherapie nur minimale oder gar keine Narben, Blutergüsse oder Schwellungen auf.

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Welche potenziellen Risiken und Komplikationen können sich durch die Radiowellentherapie ergeben?

Wie bei jedem medizinischen Eingriff ist auch die Radiowellentherapie theoretisch mit möglichen Risiken und Komplikationen verbunden. Im Beratungsgespräch werden wir alle nur denkbaren Komplikationen mit Ihnen durchgehen. Zu den potenziellen Komplikationen gehören u. a. Gefäßverletzungen, Thrombose, Lungenembolie, Venenentzündung, Bluterguss, Infektion, Parästhesie (Taubheitsgefühl oder Kribbeln) sowie Hautverbrennungen.

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Ist die Radiowellentherapie für jeden geeignet?

Die Entscheidung, ob dieses Verfahren eine mögliche Lösung für Ihr Venenleiden ist, können wir nur nach einer Ultraschall-Untersuchung treffen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass viele Patienten mit oberflächlichem venösem Reflux durch dieses Verfahren behandelt werden können.

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Spielt das Alter eine wichtige Rolle bei der Radiowellen-Behandlung?

Das Alter spielt keine maßgebliche Rolle bei der Beurteilung, ob dieses Verfahren für Sie geeignet ist. Patienten aller Altersgruppen sind bereits erfolgreich mit diesem Verfahren behandelt worden.

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Müssen Blut verdünnende Medikamente (Marcumar®, ASS) abgesetzt werden?

 Nein, Sie können alle Ihre Medikamente weiter nehmen. Dies bedeutet für Sie eine zusätzliche Sicherheit, da keine Umstellungen notwendig werden. 

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Was geschieht nach erfolgter Radiowellentherapie mit der im Bein verbleibenden behandelten Vene?

Nach der Behandlung entsteht aus der Vene kollagenhaltiges Fasergewebe. Mit der Zeit integriert sich die Vene nach und nach in das umliegende Gewebe. Eine Studie belegt, dass 89% der behandelten Venen ein Jahr nach der Behandlung nicht vom restlichen Körpergewebe zu unterscheiden sind.

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Wird die Radiowellentherapie von meiner Krankenkasse bezahlt?

Viele Krankenkassen kommen für die Radiowellentherapie teilweise oder zur Gänze auf. Die Kosten des Verfahrens werden von den privaten Versicherungen und den meisten Betriebskrankenkassen übernommen. Sprechen Sie einfach bei Ihrer Kasse persönlich vor. Die wissenschaftlichen Argumente sprechen eindeutig für dieses Verfahren.

Hier eine Liste der Krankenkassen, die den Eingriff in vollen Umfang übernehmen:

BKK 24
BKK Achenbach Buschhütten
BKK advita
BKK ALP plus
BKK B. Braun Melsungen AG
BKK Basell
BKK Bahn
BKK Beiersdorf AG
BKK BMW
BKK Continental
BKK DEMAG Krauss-Maffei
BKK der MTU
BKK Deutsche Bank AG
BKK Diakonie
BKK Dr. Oetker
BKK Energie
BKK Esso
BKK EWE (NRW über bundesweiten Vertrag)
BKK Exklusiv
BKK Firmus
BKK für Heilberufe
BKK futur
BKK Gesundheit (Taunus)
BKK Gildemeister Seidensticker
BKK Henschel Plus
BKK Herkules
BKK Hoesch
BKK Karl Mayer
BKK Linde
BKK Mahle
BKK MAN und MTU München
BKK Melitta Plus
BKK Merck
BKK mhplus
BKK Miele
BKK Mobile OIL
BKK Novitas
BKK Pfalz
BKK PHOENIX
BKK Pricewaterhouse Coopers
BKK pronova
BKK R + V
BKK RWE
BKK Schwenninger
BKK S-U
BKK SKD
BKK Südzucker
BKK Vaillant
BKK VBU – Verkehrsbau Union
BKK VerbundPlus
BKK Vereinigte
BKK Werra Meissner
BKK Wirtschaft u. Finanzen
BKK WMF
BKK ZF & Partner

HEK – Hanseatische Krankenkasse
Postbeamtenkrankenkasse

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Was sagen Patienten zum Verfahren der Radiowellentherapie?

98% der behandelten Patienten würden das Verfahren ihren Bekannten und Verwandten mit ähnlichen Beinvenenproblemen weiterempfehlen.