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FAQs zur Lichttherapie

UV-Schutzbrille
Bei jeder UV-Bestrahlung ist es aus Sicherheitsgründen vorgeschrieben, dass Sie die UV-Schutzbrille während der gesamten Bestrahlungszeit tragen.
Welche Kontraindikationen gegen eine UV- Therapie gibt es?
Wir führen eine UV-Therapie nicht durch bei: Zustand nach schwarzem Hautkrebs (Malignem Melanom), Zustand nach Entfernung anderer lichtabhängiger Hauttumoren wie Stachelzellkarzinomen (Spinaliomen) und Basalzellkarzinomen (Basaliomen), chronischen Lichtschäden der Haut mit aktinischen Keratosen, bei zahlreichen Muttermalen, dysplastischem Nävussyndrom, Einnahme bestimmter Medikamente (insbesondere Johanniskrautpräparate).

Über weitere Risiken und Kontraindikationen der UV- und PUVA-Therapie informieren wir Sie sehr gern im persönlichen Gespräch.

Wie verhalte ich mich im Notfall bei UV-Überdosierung?
Sollte eine unerwartete Überdosierung oder Überempfindlichkeit der Haut nach einer UV-Belichtung in Form von Hautrötungen, Juckreiz, Brennen der Haut, Auftreten kleiner Bläschen oder Fieber eingetreten sein, betreiben Sie bitte keine Eigentherapie, sondern setzen sich direkt mit unserer Praxis oder dem ärztlichen Notdienst in Verbindung. Durch Verabreichung von Kortison- und Salicylsäure-Tabletten ( z.B. 2 Aspirin 500 mg) und kortikoidhaltigen Externa können stärkere, unerwünschte UV-Reaktionen meist gelindert oder abgefangen werden. Ihr sofortiges Reagieren ist in einem solchen Fall sehr wichtig, da durch eine unnötige Behandlungsverzögerung die Auswirkungen der UV-Überdosierung schlechter zu behandeln sind.

Im Notfall können Sie uns jederzeit, auch am Wochenende über info@raulin.de kontaktieren.

Wie ist mit unerwünschter Lichtempfindlichkeit durch Medikamente ( insbesondere Johanniskrautpräparate)?
Wir weisen dringend darauf hin, dass Sie während der UV-Therapie keine Medikamente einnehmen dürfen, die zu einer verstärkten Lichtempfindlichkeit führen. Meist sind diese “phototoxischen” und “photoallergischen” Nebenwirkungen im Beipackzettel der Medikamente vermerkt. Auch Pflanzenprodukte wie Kräutertees, Bronchialtees mit Huflattich, ausgiebiger Verzehr von Selleriesalat und vor allem das in der Winterzeit gegen depressive Verstimmung häufig verwandte Johanniskraut führen zu erhöhter und unberechenbarer Lichtempfindlichkeit. Diese Produkte müssen während der UV-Therapie leider abgesetzt werden.

Aus Sicherheitsgründen sollten Sie uns vor jeder UV-Bestrahlung alle Medikamente mitteilen, die Sie ständig und auch sporadisch einnehmen. Medikamentenumstellungen vom Hausarzt während der Bestrahlungstherapie sind eine Möglichkeit für eine unerwartet auftretende erhöhte Lichtempfindlichkeit. Typische Medikamente, die zu erhöhter Lichtempfindlichkeit führen, sind Entwässerungstabletten (Furosemid, Thiazide wie Dytide H) oder Kombinationspräparate gegen Bluthochdruck als auch Antibiotika wie Tetrazykline und Sulfonamide. Es gibt viele weitere Medikamente, die die Lichttherapie ungünstig beeinflussen: Phenothiazine, Nalidixinsäure, Naproxen, Benoxaprofen, Piroxicam u.a.

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